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marcel
Marcel
Apr. 19
·
3 Min

Beispiel Erörterung zum Thema Internet

In diesem Beitrag findest du eine Beispiel-Erörterung zur Fragestellung, ob wir durch das Internet besser informiert werden.

Dieses Beispiel zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Erörterung und wie die einzelnen Pro und Kontra Argumente miteinander verknüpft werden können.

Zum Thema "Erstellung einer textgebundenen Erörterung" haben wir einen extra Beitrag geschrieben, den du hier findest.

*Hier findest du weitere Informationen für die richtige Erstellung einer textgebundenen Erörterung

Beispiel Erörterung Internet

Sind wir durch das Internet besser informiert?

Das Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Kaum ein anderes Medium hat sich in den letzten 20 Jahren so rasant weiterentwickelt wie das Web 2.0. 2014 gab es ca. 2,9 Milliarden Menschen mit Zugang zum Internet. Die Informationsflut ist gewaltig und wächst von Tag zu Tag. Doch sind wir über das neue Medium auch besser informiert? Auf diese Frage möchte ich im Folgenden genauer eingehen.

Es ist wohl wahr, dass die Glaubwürdigkeit vieler Artikel im Internet ein Problem darstellt, da es wenige Kontrollmechanismen gibt, die den Wahrheitsgehalt eines Berichtes überprüfen. Doch dabei kommt es auch stark darauf an, welche Berichte jeder einzelne liest. Facebook-Artikel zum Beispiel sind sicherlich keine seriöse Informationsquelle. Doch leider erreichen diese  Artikel eine Vielzahl von Menschen, die dem Geschriebenen Glauben schenken und den Inhalt nicht hinterfragen.

Aus diesem Grund wird Facebook auch immer mehr für Propagandazwecke missbraucht, was man aktuell sehr gut in Deutschland verfolgen kann. Stichwort "Flüchtlinge". Das Problem der Glaubwürdigkeit hat auch die EU erkannt und fördert dafür ein Forschungsprojekt („Pheme“), welches eine Software entwickelt, die  Internetinformationen nach der Vertrauenswürdigkeit analysieren soll.

Es ist fast schon grotesk, dass die EU einerseits ein Forschungsprojekt zur Analyse von Fehlinformationen unterstützt und andererseits jährlich ca. drei Millionen Euro für die Meinungsmache durch sogenannte „Trolle“ ausgibt. Diese sollen gezielt Diskussionen stören, um vom eigentlichen Thema abzulenken oder Einfluss auf die Meinung der Menschen nehmen. Doch nicht nur die EU beschäftigt bezahlte Meinungsmacher. Auch Russlands Präsident Putin hat laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) eine eigene „Troll-Fabrik“, die gezielt Meinungen in sozialen Netzwerken manipuliert.

Man sollte auch nicht vergessen, dass Fehlinformationen durch „Copy & Paste“ sehr einfach und schnell verbreitet werden. Durch Online Lexika wie die Internetplattform „Wikipedia“ kann jeder Laie sein Wissen mit anderen teilen. Der überwiegende Teil ist sicherlich nicht falsch, doch gibt es immer auch Fehlinformationen, die dann durch andere kopiert und weiterverbreitet werden. Die Gefahr besteht, dass diese dann auf anderen Internetseiten zur Verfügung stehen und dort nicht mehr korrigiert werden, auch wenn dies bei Wikipedia bereits geschehen ist.

Nichtsdestotrotz bringen neue Medien, wie das Internet, als Informationsquelle auch viele Vorteile mit sich.

Durch das Internet haben viele hunderte Millionen Menschen erst die Möglichkeit auf Informationen zugreifen zu können. Die Kosten für den Zugang zum Web sind in den letzten Jahren enorm gesunken und das Preis-Leistungsverhältnis ist wesentlich höher gegenüber dem traditioneller Medien. Immer mehr Menschen sind weltweit miteinander vernetzt. Dies ermöglicht es ihnen auf viel mehr Quellen zurückzugreifen und sich auch mit anderen auf geeigneten Plattformen, wie zum Beispiel Diskussionsforen,  auszutauschen.

Dadurch können auch unterschiedliche Meinungen zu Themen publiziert werden, die durch die alten Medien, wie Zeitung/Radio, nicht unmittelbar zum Vorschein kommen. Zwar besteht die Möglichkeit seine Meinung mitzuteilen, ob diese jedoch veröffentlicht wird, entscheidet letztendlich der Chefredakteur. Dieses gefilterte Meinungsbild, das durch das Treffen der Auswahl an Meinungsäußerungen entsteht,  muss dann weder repräsentativ sein, noch der Realität entsprechen.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Schnelligkeit, mit der auf Wissen bzw. Informationen zugegriffen werden kann. Nie war es einfacher, in Sekundenschnelle Informationen zu einem Thema zu erlangen. Google und Co. sei Dank! Musste man früher aufwendig stundenlang in Bibliotheken oder anderen Orten recherchieren, kann man dies heute durch ein paar Mausklicks erledigen. Dadurch spart man Zeit und die Motivation neues Wissen zu erlangen ist höher. Das bedeutet aber nicht, dass Bibliotheken vom Aussterben bedroht sind. Sie dienen vielmehr der Ergänzung.

Als letzter wichtiger Punkt ist zu erwähnen, dass gerade durch das Internet eine Unmenge an Wissen und Informationen zur Verfügung steht, die es vorher so nicht gab. Dieses Wissen kann zum Beispiel interaktiv aufbereitet und in Videos bereitgestellt sein. Der Trend zu E-Learning wächst stetig. Sogenannte Video-Tutorials erklären in nur wenigen Minuten komplexe Zusammenhänge und können jederzeit und so oft wie gewollt angeschaut werden. Das unterstützt das Lernen in bestimmten Bereichen erheblich und ergänzt die alten Medien. Ein Beispiel ist das Thema Schule. Durch Onlinevideos (auf YouTube etc.) kann man sich bestimmte Inhalte ergänzend auf eine andere Art und Weise erklären lassen und versteht es dann möglicherweise auch leichter.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir meiner Meinung nach durch das Internet besser informiert sind. Es ist sicherlich nicht alles richtig, was im Internet steht. Jedoch denke ich, dass wenn man nicht nur eine Quelle recherchiert und mit einer gesunden Portion Menschenverstand manche Informationen in Frage stellt, man auch zu vernünftigen Ergebnissen kommt.

Beitragsbild: Designed by nuchylee / Freepik

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