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Konkurrenztheorie Pluralismustheorie nach Ernst Fraenkel

Kategorie:
Aktualisiert am: 17.04.2019

Demokratie / Demokratieformen und Demokratietheorien sind unter anderem Themenschwerpunkte der Sekundarstufe II. Was man unter der Konkurrenztheorie, im Folgenden auch Pluralismustheorie genannt, versteht, erfährst du in diesem Artikel.

Konkurrenztheorie / Pluralismustheorie nach Ernst Fraenkel

Zentral für seine Konzeption ist die These, dass in einer pluralistischen Demokratie das Gemeinwohl nicht im Voraus theoretisch bestimmt wird, sondern sich erst im Nachhinein aus dem geregelten Kräftespiel der verschiedenen Interessengruppen ergibt.

Wer war Ernst Fraenkel?

Ernst Fraenkel wurde am 26.12.1898 in Köln geboren und war ein deutsch-amerikanischer Jurist und Politikwissenschaftler. Er gilt als einer der „Väter“ der modernen Politikwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin. Ernst Fraenkel verstab ab 28.03.1975 in Berlin.

Grundsätze der Konkurrenztheorie

Definition Gemeinwohl

Ziel und Ergebnis eines problematischen Prozesses bei dem Ideen und Interessen unterschiedlicher Gruppen und Parteien erreicht werden sollen.

  • Akzeptanz von Zusammen- und Widerspiel
  • Ideen- und Verfahrensvorschriften
  • Rahmen: allgemeiner Wertekodex (Vgl. Grundgesetz)
    • feststehend, darf NICHT angetastet / verändert werden
  • Wie soll das alles erreicht werden? Durch ..
    • Diskussion
    • Austausch
    • und Verhandlung

Möglichkeiten für das Volk an des Prozesses der Bildung des Gemeinwohls

  1. Partei(en) wählen
  2. Partei(en) beitreten
  3. Partei(en) gründen
  4. Lobbyismus
  5. Bildung von Interessensgruppen

Interessensgruppen

  • organisierte Gruppen (z.B. Verbände)
  • nicht demokratisch legitimiert
  • versuchen den Willensbildungsprozess der staatlichen Entscheidungsträger zu beeinflussen
  • Interessen durchsetzen
    • zum Beispiel: gruppenspezifische Privilegien

Lobbyismus

  • Einflussnahme organisierter Interessensgruppen auf Exekutive und Legislative
    • zum Beispiel: Verbände, Vereine, Nichtregierungsorganisationen
  • Beispiele
    • Anschreiben, Telefonate, Anhörungen, Vorlagen, Berichten, Studien, usw.
  • Gegenleistungen können spezifische Informationen. (Spenden, etc.) sein
  • Lobbyismus kann sich auch in Anordnung von politischem Druck äußern
    • zum Beispiel: Streik, Lieferboykott, Abbau von Arbeitsplätzen
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