Demokratie / Demokratieformen und Demokratietheorien sind unter anderem Themenschwerpunkte der Sekundarstufe II. Was man unter dem Begriff der Identitätstheorie nach Jean-Jaques Rousseau versteht, erfährst du in diesem Artikel.

Identitätstheorie nach Jean-Jaques Rousseau

Die Identitätstheorie geht im Wesentlichen auf die politische Philosophie von Jean-Jacques Rousseau zurück. Nach Rousseau darf der gesellschaftliche Wille kein anderer sein als der des natürlich freien Menschen; es muss eine Identität von Einzelwillen und Gemeinwillen bestehen.

Wer war Jean-Jaques Rousseau?

geboren am           28. 06 1712 in Genf

gestorben am         02.07.1778 in Ermenonville bei Paris

Jean-Jacques Rousseau war ein französischsprachiger Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung. Rousseau hatte großen Einfluss auf die Pädagogik und die politische Theorie des späten 18. sowie des 19. und 20. Jahrhunderts in ganz Europa.

Grundsätze

Definition Gemeinwohl

  • vernunftgeleitet
  • festgeschrieben / einheitlich

Volkssouveränität

  • steht an erster Steller
  • es darf keine Repräsentanten geben

Roller der Vertreter des Volkes

  • existieren nicht

Verhältnis von Einzelinteressen / Mehrheitsinteressen / Gesamtwillen

  • Gesamtwille ist das Ergebnis der Abstimmung aller Mitglieder der Voksversammlung
  • Einzelinteressen existieren, stimmen aber aufgrund der naturgegebenen Vernunft überein

Gruppeninteressen

Gruppeninteressen existieren in der Identitätstheorie nach Rousseau nicht.

individuelle Freiheit

Die individuelle Freiheit ist dem Gruppenwillen unterworfen.

Menschenbild

Das menschenbild in der Identitätstheorie sieht wie folgt aus:

  • jeder Mensch ist frei geboren, jedoch unfrei zugleich.
  • Das Individuum ist zur Vernunft fähig und kann dadurch den Gesamtwillen erkennen.